Erdölförderpumpe bei Wien.
Foto: imago images/Rainer Weisflog

Inmitten der Coronavirus-Pandemie ist der Erdölpreis an der New Yorker Börse erstmals in seiner Geschichte ins Negative gerutscht. Der Preis der US-Referenzsorte WTI zur Lieferung im Mai durchbrach am Montag einen Negativrekord nach dem anderen und sank schließlich unter Null. Hintergrund ist neben der Coronavirus-Pandemie, dass die Mai-Verträge nur noch bis Dienstag verkauft werden können, die Erdöl-Lager aber nahezu voll sind.

Damit gibt es nahezu keine Abnehmer mehr. Die Pandemie hat zu einem Erdöl-Überangebot wegen der weggebrochenen Nachfrage geführt.

Zwar hatten sich die wichtigsten Erdölförderländer vor zehn Tagen auf eine Senkung der Fördermenge geeinigt, um den Preis wieder nach oben zu bringen. Die Maßnahme blieb aber weitgehend wirkungslos. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 hatte der Ölpreis einen Höhepunkt von 114 Dollar pro Barrel erreicht.