Ein englischer Trawler in der Nordsee: Fischerei ist kein großer Wirtschaftszweig, aber symbolträchtig.  Foto: William Edwards/AFP

Brüssel/London – Die Einigung über einen Handelsvertrag zwischen der EU und Großbritannien ist wie glitschiger Fisch: Kaum glauben die Verhandlungpartner, ihn gepackt zu haben, flutscht er ihnen aus den Händen. So war es auch am Dienstag, als morgens noch Optimismus keimte, nachmittags schon nicht mehr.

Eigentlich ist es zu spät, einen harten Brexit zu verhindern, wenn die Briten am 1. Januar endgültig aus der Zollunion und dem EU-Binnenmarkt ausscheiden. Dabei wird nur noch darüber gezankt, ob, wie viel und was EU-Kutter künftig in britischen Hoheitsgewässern noch fangen dürfen.

Vielleicht klappt noch diese Kompromiss-Idee: Die Fangrechte der EU-Fischkutter könnten über fünf Jahre hinweg um 35 Prozent reduziert werden. Die Briten bekämen weiter die Möglichkeit, ihre Fische zollfrei auf EU-Markt zu bringen. Flankiert werden soll das mit der Möglichkeit für Brüssel, Zölle einzuführen, wenn die Briten den Zugang für EU-Fischer weiter einengen.