Die Reparatur von Handys ist häufig problematisch, Laien können Akkus nicht mehr wechseln. dpa/Sebastian Willnow

„Niemand soll in Zukunft ein funktionierendes Mobiltelefon wegwerfen müssen, nur weil der Akku nicht mehr funktioniert.“ Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne) kündigte an, dass Deutschland nach französischem Vorbild einen „Reparierbarkeits-Index“ einführen wird, auf dem man erkennen kann, wie reparierfreundlich ein Produkt ist. „Ganz konkret bedeutet das zum Beispiel: Smartphones und Tablets müssen so gebaut sein, dass ihr Akku und ihre Einzelteile – soweit technisch machbar – auf einfache Weise herausgenommen und ausgetauscht werden können.“

In Frankreich war Anfang 2021  ein Index eingeführt worden, der anhand verschiedener Kriterien darüber informiert, wie einfach sich Smartphones, Laptops, Fernseher, Rasenmäher oder andere Geräte reparieren lassen.  

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte die Bundesregierung zum Jahreswechsel aufgefordert, das geplante Recht auf Reparatur bis Mitte März auf den Weg zu bringen.  

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Auf EU-Ebene gibt es bereits Reparaturvorgaben, um die Massen an Elektroschrott zu verringern. So müssen Hersteller von Waschmaschinen, Spülmaschinen, Kühlschränken und anderen großen Haushaltsgeräten dafür sorgen, dass Ersatzteile sieben bis zehn Jahre lang verfügbar sind. 

Im Schnitt produziert jeder Bundesbürger im Jahr mehr als zehn Kilo Elektroschrott. Laut Europäischem Parlament wird weniger als die Hälfte des in der EU anfallenden Elektroschrotts recycelt.