Bundesweit hatten Beschäftige im öffentlichen Dienst mit Warnstreiks ihre Forderung nach mehr Gehalt untermauert.  Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Potsdam - Die rund 2,3  Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen können auf eine Erhöhung ihrer Einkommen in zwei Stufen hoffen. Das sieht ein Kompromissvorschlag der Spitzen von Arbeitgebern und Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam vor.

Lesen Sie dazu auch: Arbeitgeber-Manager fordert Mehrarbeit ohne vollen Lohnausgleich

Die Angestellten von Bund und Kommunen erhalten dem Kompromiss nach 4,5 Prozent mehr Lohn in der niedrigsten Entgeltgruppe und -stufe und 3,2 Prozent mehr in der höchsten Eingruppierung. Die Tarifvereinbarung läuft bis zum 31. Dezember 2022.

Wie es weiter hieß, sollen die Löhne und Gehälter zunächst zum 1. April 2021 um 1,4 Prozent, mindestens aber um 50 Euro sowie zum 1. April 2022 um weitere 1,8 Prozent angehoben werden. Auszubildende bekommen jeweils 25 Euro mehr.

Alle aktuellen News aus Politik & Wirtschaft finden Sie hier.

Für die Pflegekräfte wurden demnach gesonderte Gehaltssteigerungen vereinbart. Ab März 2021 wird eine Pflegezulage von 70 Euro gezahlt, die ein Jahr später auf 120 Euro erhöht wird. Die Zulage in der Intensivmedizin wird mehr als verdoppelt auf 100 Euro monatlich, die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 155 Euro monatlich, wie es weiter hieß.

In den Betreuungseinrichtungen wie Altenheimen wird die Pflegezulage mit einem Plus von 25 Euro auf Gleichstand mit den kommunalen Krankenhäusern gebracht. Ärzte in den Gesundheitsämtern erhalten ab März 2021 eine Zulage von 300 Euro monatlich.

Das ist der Corona-Kompromiss. Wir haben mit diesem Abschluss das aktuell Machbare erreicht, bilanzierte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 25. Oktober 2020 in Potsdam die Tarifeinigung mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen.