Der Black Friday lockt die Schnäppchenjäger dpa

Die Rabatt-Schlacht vor Weihnachten naht. Am dem kommenden Freitag, dem Black Friday, ködern Händler Käufer mit günstigen Preisen. Der Schnäppchentag ist mittlerweile einer der umsatzstärksten Verkaufstage im Jahr. Der Einzelhandel erwartet nach einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) am Black Friday und dem folgenden Cyber Monday Rekordumsätze in Höhe von rund 4,9 Milliarden Euro. Nicht zuletzt weil immer mehr Menschen die Rabatttage für Weihnachtseinkäufe nutzen. Kunden wollen im Schnitt fast 300 Euro ausgeben - vor allem für Elektronik, so die Erkenntnisse aus einer Umfrage. 

Nach Thanksgiving, dem Erntedankfest in den USA, findet im Einzelhandel traditionell der „Black Friday“ statt

Am Tag nach Thanksgiving, dem Erntedankfest in den USA, findet im Einzelhandel traditionell der „Black Friday“ statt. In diesem Jahr fällt das „Fest der Schnäppchenjäger“ auf Freitag, den 26. November. Die Händler übertreffen sich zu diesem Anlass mit speziellen Angeboten und Rabatten, die häufig bis zum darauffolgenden Cyber Monday gelten - sofern sie nicht früher vergriffen sind.

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Auch in Deutschland ist der Einkaufstag mit Rabatten längst angekommen. Nicht wenige warten mit den Weihnachtseinkäufen auf den Black Friday. 69 Prozent der deutschen Konsumenten planen, in diesem Jahr bei Black-Friday -Angeboten zuzuschlagen. Dabei wollen sie deutlich mehr Geld ausgeben als im Vorjahr, achten aber auch immer stärker auf Aspekte der Nachhaltigkeit. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Befragung von 2.000 Menschen über 18 Jahren im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Schnäppchenjagd in der Cyber-Week und am Black Friday 

„Nach fast zwei Jahren Corona-Krise mit vielen Einschränkungen scheint sich die Mehrheit der Deutschen auf ein Shopping-Event wie den Black November zu freuen. Einigen steht dafür in diesem Jahr sogar ein größeres Budget zur Verfügung: 22 Prozent derjenigen, die in diesem Jahr höhere Ausgaben einplanen, haben in den Monaten der Pandemie Geld gespart, weil sie nicht so oft in den Urlaub gefahren oder ausgegangen sind“, kommentiert Dr. Christian Wulff, Consumer Markets Leader PwC Deutschland und EMEA.

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Weitere Gründe der Befragten, die im November 2021 höhere Ausgaben für Black-Friday -Angebote einplanen: Einer von drei Deutschen hofft auf eine größere Vielfalt an Schnäppchen während der Cyber Week. Ebenso viele möchten die Angebote nutzen, um ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke zu reduzieren.

Doch die Sache hat einen Haken. Zwar werden die Regale auch in diesem Jahr gut gefüllt sein. Doch viele besonders begehrte Präsente von der neuesten Playstation bis zum aktuellsten Edel-Smartphone werden kaum zu bekommen sein.

„Es ist verrückt. Wir haben Lieferprobleme bei den begehrten Artikeln, aber gleichzeitig auch pandemiebedingt einen erheblichen Überschuss an Ladenhütern aus der Lockdown-Zeit“, beschreibt der Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein die Lage.

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Für die Händler sei der Black Friday deshalb in diesem Jahr ganz besonders wichtig, meint der Branchenkenner. „Es geht nicht nur um ein bisschen zusätzlichen Umsatz und das Vorziehen des Weihnachtsgeschäfts. Es ist die letzte Chance für den Handel, in der Pandemie angesammelte Überbestände und Altware vielleicht doch noch halbwegs glimpflich abzubauen.“ Gelinge das nicht, könne die ohnehin im nächsten Jahr zu befürchtende Insolvenzwelle im Handel zusätzlich an Schwung gewinnen.

Black Friday gibt den Startschuss für das Weihnachtsgeschäft

Der Black Friday stellt für viele Verbraucher eine Gelegenheit dar, um sich nach Weihnachtsgeschenken umzusehen: Zwei Drittel wollen den Anlass nutzen, um erste Präsente für das Fest zu besorgen. 29 Prozent gehen davon aus, bis zu einem Viertel der Weihnachtsgeschenke rund um den Black Friday zu kaufen. 24 Prozent planen, am letzten Novemberwochenende bis zur Hälfte der Geschenke zu erwerben.

Im Durchschnitt wollen die Befragten 299 Euro in Black-Friday -Schnäppchen investieren - letztes Jahr waren es noch 266 Euro. Männer wollen mit 340 Euro in diesem Jahr am Schnäppchentag fast 100 Euro mehr ausgeben als Frauen (254 Euro).

Jeder Zweite will nach Elektronikprodukten Ausschau halten

Gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) hat sich bereits im Oktober oder in den ersten Novemberwochen Gedanken darüber gemacht, was sie genau kaufen wollen, während ein Viertel spontan nach Deals und Angeboten schauen will. Fest steht, dass die Käufer das meiste Geld für elektronische Geräte ausgeben werden: 50 Prozent der Verbraucher, die Interesse am Black Friday und Cyber Monday bekunden, wollen Artikel aus dem Elektronik -und Techniksegment kaufen. 34 Prozent haben vor, in erster Linie Kleidung, Schuhe und Accessoires zu shoppen.

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„Aufgrund der angespannten Lieferketten kann es in diesem Jahr in einigen Produktkategorien zu Engpässen kommen. Händler sollten sich daher genau überlegen, welche Produkte sie zu Black Friday rabattieren“, so Christian Wulff.

Wie im Vorjahr findet der Black November vor allem im Internet statt: 71 Prozent der Befragten wollen hauptsächlich online nach den besten Schnäppchen suchen. Dazu passt die bevorzugte Zahlungsmethode: Insbesondere für teurere Produkte wollen 43 Prozent am liebsten per PayPal bezahlen. Auf Platz zwei steht die Kreditkarte mit 17 Prozent.

Nachhaltigkeit beeinflusst das Kaufverhalten am Black Friday

„Insbesondere für Onlinehändler stehen die Chancen gut, dass der Black Friday 2021 den Auftakt für ein umsatzstarkes Jahresendgeschäft bildet, denn die Bereitschaft zum Shoppen und das dafür nötige Budget scheinen vorhanden zu sein“, so die Einschätzung von Christian Wulff. „Bei ihren Angeboten sollten sie sich jedoch auf das gestiegene Bedürfnis der Verbraucher nach nachhaltigen Produkten und Einkaufsweisen einstellen.“

So wollen 41 Prozent nur Produkte kaufen, die sie auch benötigen. 31 Prozent versuchen bewusst, Retouren zu vermeiden; 29 Prozent achten nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität.

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Die Dos and Don'ts der Händler in der Black Week

Die Umfrage gibt weitere Hinweise darauf, worauf der (Online-)Handel achten sollte, um die Verbraucher von sich und ihren Black-Friday -Angeboten zu überzeugen - und welche Fallen es zu vermeiden gilt: Jeder Fünfte (18 Prozent) moniert, dass im Vorjahr zu wenig Artikel auf Lager und die Angebote zu schnell vergriffen waren. 16 Prozent hatten das Gefühl, dass sie durch spezielle Angebote dazu animiert wurden, zu viel Geld auszugeben oder unnötige Dinge zu kaufen. 15 Prozent waren unsicher, ob sie überhaupt einen guten Deal gemacht hatten.