Aldi und auch Lidl geben die höheren Kosten im Einkauf der Waren jetzt an die Kunden weiter. dpa/Rolf Vennenbernd

Einen solchen Preisschock gab es schon seit Jahren nicht mehr: Der Discounter Aldi erhöht laut Bericht des Branchenblatts Lebensmittel Zeitung in dieser Woche auf breiter Front die Preise. Aldi Süd und Aldi Nord gäben zahlreiche Preiserhöhungen der Hersteller an den Endverbraucher weiter, berichtete die Lebensmittel Zeitung am Donnerstag. Die Erhöhungen zögen sich durch nahezu sämtliche Warengruppen und fielen zum Teil sehr deutlich aus.

Auch andere Lebensmittelhändler in Deutschland müssen ihre Preise erhöhen. Laut Lebensmittel Zeitung hat Lidl bereits „nachgezogen“. Auf AFP-Anfrage antworteten Lidl, Edeka und Rewe zunächst nicht.

Bei Aldi gehe es um etwa 400 Artikel, das seien fast zehn Prozent des Sortiments, berichtete die Lebensmittel Zeitung. Teurer werden laut Bericht diverse Drogerieartikel, Backwaren, Waschmittel, salzige Snacks und Tiefkühlprodukte.

So kostet nun etwa das günstigste Mineralwasser 25 statt wie bisher 19 Cent. Besonders hoch ist der Preissprung bei Kaffee: Die Sorte Amaroy Unser Bester kostet fortan stolze 4,95 Euro – 60 Cent mehr als zuvor. Bei Bio-Kaffee gehe es „gleich einen ganzen Euro nach oben“ pro Packung.

Preise steigen wegen hoher Energiekosten und Mangel an Lkw-Fahrern

Aldi Süd bestätigte den Bericht: Die aktuellen Herausforderungen wie die Omikron-Welle, der Mangel an Lkw-Fahrern, die gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe und nun die Situation in der Ukraine wirkten sich „warengruppenübergreifend auf unser Sortiment aus in Form steigender Einkaufspreise“.

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Zum Discounter-Modell gehöre es, dass Aldi die Verkaufspreise reduziere, wenn die Einkaufspreise sinken und die Verkaufspreise erhöhe, wenn die Einkaufspreise steigen. „Wir möchten darauf verweisen, dass sich unsere Margen durch diesen Schritt nicht verändern“, betonte das Unternehmen.