Urlauber und Einheimische werden per Fähre in Sicherheit gebracht. Twitter/meteo.gr

Wohnhäuser, Flüchtlingslager, Gefängnisse – in Griechenland wird alles evakuiert, sobald das Feuer näher rückt. Für die zahlreichen Großbrände in Griechenland und in der Türkei gibt es weiterhin keine Entwarnung. In der Nacht zum Sonnabend kämpften die Feuerwehrleute in beiden Ländern weiterhin gegen die Flammen. Immer wieder wurden Menschen aufgerufen, betroffene Regionen zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Regierungschef spricht von „albtraumhaften“ Sommer

Im Norden Athens loderten die Flammen in der Nacht zum Sonnabend entlang vieler Kilometer und tauchten den Nachthimmel in Feuerrot. Noch am Abend wurden Orte evakuiert und die Menschen in Hotels, bei Verwandten und Bekannten untergebracht. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sprach am Sonnabend von einem „albtraumhaften“ Sommer.

Auf der Insel Euböa mussten die rund 2000 Bewohner des Ortes Limni per Fähre evakuiert werden, weil der Landweg von den Flammen abgeschnitten war. Auch die Halbinsel Peloponnes, Kreta weit im Süden des Landes und Städte wie Grevena hoch im Norden sind von den seit Tagen nach langer Hitze und Trockenheit ausgebrochenen Bränden betroffen.

Deutschland schickt Hilfe

Hilfe kommt jetzt auch aus Deutschland. Feuerwehrkräfte aus NRW, Hessen sowie das Technische Hilfswerk bereiten sich auf den Einsatz in Griechenland vor.

Auch in der Türkei, in der besonders die Küstenregionen im Süden und Westen seit Tagen schwer betroffen sind, bedrohen Brände weiterhin zahlreiche Orte. Im westtürkischen Mugla kamen die Einsatzkräfte nicht zur Ruhe, im Bezirk Köycegiz wurden lokalen Behörden zufolge am Freitagabend die ersten Menschen in Sicherheit gebracht.

Erneut mussten Feuerwehrkräfte ein Kraftwerk vor den Flammen schützen und brennbares Material wegschaffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.