Finanzminister Christian Lindner (FDP) will die Steuererklärung stärker digitalisieren. imago/photothek

Eine vereinfachte Steuererklärung, die auf einen Bierdeckel passt, wie es einst der designierte CDU-Chef Friedrich Merz forderte, wird es zwar nicht. Bei Finanzminister Christian Lindner (FDP) ist vielmehr der Begriff „Easy Tax“ der Schlüssel für die schnellere Steuererklärung.

Lindner will jetzt die geplanten Erleichterungen bei der Abgabe ans Finanzamt zügig umsetzen. Die Steuererklärungen müssten einfacher werden, sagte der FDP-Vorsitzende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag).

Daten, die die Behörden bereits haben, sollen künftig vorab ausgefüllt angeboten werden. „Wir leiten jetzt die erforderlichen Schritte ein, um diese Erleichterung schnellstmöglich in die Praxis zu bekommen“, sagte Lindner.

Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP heißt es dazu: „Durch digitale Verfahren soll die Erfüllung der steuerlichen Pflichten für die Bürgerinnen und Bürger erleichtert werden, wie zum Beispiel durch vorausgefüllte Steuererklärungen (Easy Tax).“ Ziel ist, den Kontakt zwischen Steuerpflichtigen und Finanzverwaltung komplett digital zu machen.

Homeoffice dauerhaft von der Steuer absetzbar

Der Finanzminister zeigte sich zugleich offen für die dauerhafte steuerliche Absetzbarkeit für das Homeoffice. „Ich halte es für denkbar, dass wir aus der Ausnahmeregel eine dauerhafte Regel machen“, sagte Lindner. Man müsse aber zunächst die Entwicklung der Arbeitswelt abwarten. „Zahlreiche Beschäftigte wünschen sich mehr Selbstbestimmung. Ich begrüße und fördere das. Aber das Homeoffice ist nicht alleinseligmachend, viele arbeiten lieber im Büro. Wir müssen das weiter beobachten.“

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Wer pandemiebedingt im Homeoffice arbeitet, soll auch im kommenden Jahr noch eine Pauschale bei der Steuererklärung geltend machen können. Ansetzen kann man pro Tag im Homeoffice 5 Euro, maximal aber 600 Euro im Jahr.