Die angeklagte Rechtsterroristin (M.) muss für sechs Jahre in Haft. dpa/Sven Hoppe

Sie schickte 2019 und 2020 aus rechtsextremer Gesinnung Grußkarten mit Drohungen unter anderem an einen Bürgermeister und einen Landrat und war laut Münchner Oberlandesgericht fest entschlossen, Bomben zu bauen.

Anschlag auf Muslime geplant

Wegen der Vorbereitung rechtsterroristischer Anschläge ist die 55-jährige Heilpraktikerin aus Franken am Freitag vom Münchner Oberlandesgericht zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Sie habe Droh-Briefe verschickt und zudem habe sie sich mit Waffen und Materialien zum Bau einer Bombe eingedeckt, so der Richter.

Sie lagerte Benzinflaschen in ihrem Auto

Die Heilpraktikerin sei fest entschlossen gewesen, einen Brandsatz herzustellen und zu zünden, so der Richter weiter. Dafür habe sie unter anderem Flaschen mit Benzin in ihrem Auto gelagert. Damit habe sie einen Amtsträger oder einen Anhänger des muslimischen Glaubens treffen wollen.

Das Handeln der Angeklagten sei einer „nationalsozialistischen Gesinnung“ entsprungen, an der sie keinen Zweifel gelassen habe. Die 55-Jährige hatte auch Kontakt zu den verurteilten NSU-Helfern Ralf Wohlleben und André E. gehalten.