Eine Panzerhaubitze der Bundeswehr im Manöver. Derlei Gerät ist teuer.   Foto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Trotz Corona-Krise und dem damit verbundenen Wirtschaftseinbruch haben die Länder der Erde 2020 erneut mehr Geld in ihr Militär gesteckt. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag mitteilte, stiegen die weltweiten Militärausgaben inflationsbereinigt um 2,6 Prozent auf schätzungsweise1,981 Billionen Dollar.  

Die USA steigerten ihre Militärausgaben um 4,4 Prozent auf etwa 778 Milliarden Dollar. Damit waren die USA für 39 Prozent aller Militärausgaben weltweit verantwortlich. Zum Vergleich: Die US-Ausgaben entsprachen denen der zwölf darauffolgenden Staaten zusammen.

Auf die USA folgen China (252 Milliarden Dollar), Indien (72,9), Russland (61,7), Großbritannien (59,2) und Saudi-Arabien (57,5), und dann kommt Deutschland knapp vor Frankreich.

Angesichts von Nato- und US-Forderungen nach gesteigerten Verteidigungsausgaben legte die Bundesrepublik 2020 um 5,2 Prozent auf geschätzte 52,8 Milliarden Dollar zu. Damit sind diese Ausgaben seit 2011 um 28 Prozent gestiegen. Das Nato-Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aufzuwenden, verpasst Deutschland wie andere Staaten des Bündnisses weiter dennoch: Die Nato sah die Bundesrepublik 2020 bei 1,56 Prozent, Sipri nun bei 1,4 Prozent. Weltweit stieg der Anteil der Militärausgaben am BIP um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent.