Untersuchungs-Handschuhe werden nicht nur bei Corona-Patienten, sondern in allen Bereichen von Medizin und Pflege benötigt. Foto: Imago Images/Photothek/U. Grabowsky

Berlin - Ganz Deutschland fürchtet sich vor einer zweiten Corona-Welle im Herbst, schon taucht ein neues Problem bei den Virus-Schutzmaßnahmen auf: Die Einmalhandschuhe werden knapp - und teuer! Das Rote Kreuz berichtet laut „Spiegel Online“ von explodierenden Preisen, man müsse künftig mit bis zu 20 Euro pro Packung rechnen.

Im Frühjahr, als die erste Corona-Welle das Land erfasste, gab es einen erheblichen Mangel an Atemschutzmasken. Nun trifft es die Plaste-Handschuhe.  Das Führungszentrum des DRK Baden-Württemberg warnt in einer internen Nachricht vor einem unmittelbar bevorstehenden Lieferengpass. Dieser könne, so „Spiegel Online“,  das ganze Jahr 2021 andauern und werde - wie bei allen knappen Gütern - mit steigenden Preisen einhergehen. Ein Lieferant habe dem DRK mitgeteilt, dass er mit Preisen zwischen 15 und 20 Euro pro Packung, also für 100 Handschuhe, rechne.  

Preise schon jetzt deutlich gestiegen

Die DRK-Kreisverbände sind nun aufgefordert, ihre Bestände zu prüfen und bei Bedarf „entsprechende Beschaffungen“ zu tätigen. Doch schon jetzt liege, so „Spiegel Online“, der Preis beim Sechs- bis Siebenfachen des üblichen Preises von 2,50 Euro pro Hunderterpackung Untersuchungshandschuhe.

Ursache der Kosten-Explosion sei die extrem gestiegene Nachfrage in der Corona-Krise. „Man kann nicht mal eben eine neue Fabrik aus dem Boden stampfen“, sagt Michael Koch, Produktmanager bei Medika Medizintechnik, auf „Spiegel Online“. Auch sei bei Handschuhen die Abhängigkeit von China groß. 70 Prozent der Ware komme von dort.