Daddel, daddel ... Das Handy und seine Chat-, Spiel- und Filmchen-Verlockungen lenken vom Lernen ab.
Foto: imago/Bo van Wyk

Mehr gedaddelt als gelernt: Schüler haben einer Umfrage des ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts zufolge während der Schulschließungen mehr Zeit mit Computerspielen, sozialen Netzwerken oder Handy verbracht als mit Lernen.

Statt 7,4 Stunden täglich lernten die Schüler im Schnitt nur noch 4,3 Stunden. Das ist zwar etwas mehr als im ersten Lockdown. Aber: Auch mit „langer Vorlaufzeit und nach eindringlichen Appellen von Eltern und Wissenschaft“ sei es der Politik nicht gelungen, eine angemessene Beschulung aller Kinder im Distanzunterricht sicherzustellen.

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Studienleiter Ludger Wößmann kritisierte, dass nur eines von vier Kindern täglichen Onlineunterricht bekommen habe. Am besten wäre es, wenn die Bundesländer einheitliche Lösungen fänden. „Besonders bedenklich ist, dass 23 Prozent der Kinder sich nicht mehr als zwei Stunden am Tag mit der Schule beschäftigt haben.“  

Doch nicht für alle Kinder sind die Schulschließungen negativ. Gut ein Viertel der Eltern (28 Prozent) ist der Meinung, dass sie ihren Kindern mehr genutzt als geschadet haben. Hier geht es unter anderem darum, dass Kinder seltener schikaniert wurden. Zudem berichteten zwei Drittel, ihr Kind habe gelernt, besser mit digitalen Technologien umzugehen, 54 Prozent sagten, ihr Kind habe gelernt mit Krisen fertig zu werden.