In Südkorea wurden Bilder vom Test der nordkoreanischen Hyperschall-Rakete im Fernsehen gezeigt. Foto: AP/Lee Jin-man

Über unseren Köpfen hat ein neuer Rüstungswettlauf begonnen. China soll eine sogenannte Hyperschall-Rakete einmal um den Globus geschickt haben - mindestens fünfmal schneller als der Schall (Mach 5 oder  mehr) und schwer abzufangen.

In den USA, wo ebenfalls an solchen Waffen gearbeitet wird, sorgte ein entsprechender Bericht für Nervosität: China sei mit der Entwicklung offenbar weiter als gedacht. Dass die Rakete, die Atomsprengköpfe transportieren kann, ihr Ziel um 15 Kilometer verfehlt haben soll, beruhigt nicht.

Der republikanische Kongressabgeordnete und Militärspezialist Mike Gallagher folgerte aus dem Versuch, dass Chinas Atomwaffen die US-Raketenabwehr überwinden könne, und verlangte Gegenmaßnahmen. 

Ein undatiertes Foto vom Start einer russischen Hyperschall-Rakete. Foto: Russisches Verteidigungsministerium/AP

China dementierte, dass es sich um eine Rakete gehandelt habe. Vielmehr sei es ein wiederverwendbares Raumschiff gewesen.

Mehrere weitere Staaten haben in den letzten Wochen und Monaten derlei Raketen getestet: Nordkorea behauptete kürzlich, eines der rasenden Projektile erfolgreich ausprobiert zu haben, Russland feuerte eines erstmals von einem (aufgetauchten) U-Boot aus ab. Präsident Wladimir Putin hatte  die Rakete 2019 vorgestellt. Frankreich, Japan und (im Verein mit Russland) Indien haben bereits seit Jahren Hyperschall-Waffen entwickelt und teilweise im Einsatz.

Die Schallgeschwindigkeit liegt bei etwa 1235 Stundenkilometern (Mach 1), Mach 5 sind demnach 6175 km/h. Russland arbeitet laut kärglicher Quellen an einem Trägersystem „Awangard“, dass Mach 27 erreichen soll, über 33.000 Stundenkilometer schnell.