Die Kinobetreiber wollen mehr Besucher, fürchten weitere pauschale coronabedingte Schließungen. dpa/Daniel Reinhardt

Der durch Corona arg gebeutelten Kino-Branche reicht es jetzt endgültig.. Einen Monat nach Öffnung vieler Kinos drängt man auf veränderte Regelungen. In einem Brief appellieren mehrere Verbände an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs. „Wir müssen in Anbetracht der fortschreitenden Impfkampagne neue Regeln zum Umgang mit dem Virus finden“, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem vom HDF Kino und Verleihverbänden getragen wird.

„Wir benötigen bundesweit einheitliche Verordnungen - ohne eine 3G-Regel“, heißt es in dem Schreiben. 3G bedeutet, dass Besucher Zutritt haben, wenn sie negativ auf das Coronavirus getestet, genesen oder geimpft sind. Das gilt etwa nach wie vor bei Kinobesuchen in Berlin, die Regelungen sind regional unterschiedlich.

Regelungen für Kinos sind regional verschieden

Die Verbände sehen mit der Testregelung Nachteile fürs Geschäft. „Bundesländer mit einer 3G-Regel verzeichnen im Vergleich ein Besucherminus bis zu 50 Prozent“, heißt es in dem Schreiben. Die Verbände vermuten einen Zusammenhang, belegt ist der nicht.

Monatelang waren die Kinos während des Lockdowns geschlossen. Viele stehen vor dem finanziellen Ruin. Die Filmverbände fordern daher von der Politik, künftig mehr Parameter bei der Bewertung zu berücksichtigen und nicht nur die Inzidenzwerte. Keinesfalls dürften Kulturorte wie Kinos wieder pauschal geschlossen werden.

Am Dienstag (10. August) beraten Merkel und die Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Pandemie.