Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) Foto: dpa/Hannibal Hanschke

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich skeptisch zur Debatte um mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen geäußert. Er sagte: „Ich freue mich über die Entwicklung der Infektionszahlen. Auch die Situation in den Krankenhäusern entspannt sich. Aber ich bin mit Lockerung zurückhaltend. Ich kann momentan nicht guten Gewissens von Öffnungsszenarien sprechen. Die Grenze bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 30.“

Zuvor beriet der Senat am Dienstagvormittag über die Ergebnisse des Impfgipfels. Mit weiteren Beschlüssen ist erst nach dem 10. Februar zu rechnen. Dann nämlich ist die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angesetzt. Müller (SPD) rechnet mit einer Senatssondersitzung am 11. oder 12. Februar.

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Neu in Berlin ist eine Maskenpflicht im Auto. Ausgenommen sind der Fahrer und bei Fahrten im privaten Pkw die Mitglieder des eigenen Haushalts. Müller erklärte, dass er, wenn überhaupt, als erstes den Bildungsbereich öffnen möchte. Gemeint sind Schulen und Kitas. Ob es nach dem 14. Februar aber die erhofften Lockerungen geben werde, ließ der Politiker offen. 

Berlin komme beim Thema Impfen voran, so Müller. Alle Bewohner in den Pflegeheimen, die es wollten, hätten die erste Impfdosis erhalten, etwa 30 Prozent der Bewohner schon die zweite Dosis. „Wir können mehr machen, doch wir hängen an der Impflieferung“, sagte er. Der Bürgermeister verwies darauf, dass nach der Erstimpfung immer auch die Zweitimpfung sichergestellt werden müsse.