Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) 2019 mit Ehemann Stefan und den Kindern Julia (l.) und Julian (r.). imago/BildFunkMV

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ihren 14-jährigen Sohn Julian noch nicht gegen Corona impfen lassen. „Mein Mann und ich sind geimpft, die Kinder nicht: Für meine fünfjährige Tochter gibt es noch keinen Impfstoff“, so Schwesig gegenüber der Bild-Zeitung. Es werde in der Familie darüber diskutiert, so die Landeschefin. Grund für die Entscheidung sei, dass noch keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Jugendliche vorliege. „Die Kinderärztin rät uns abzuwarten“, sagte die Landeschefin der Zeitung.

Kinderärztin riet Manuela Schwesig noch mit der Impfung abzuwarten

Schwesig sieht sich in dieser Situation nicht allein: „Ich weiß, dass es vielen Eltern auch so geht, und verstehe das gut. Eines können wir Erwachsene selbst tun, um die Kinder zu schützen: uns impfen lassen.“ Deshalb will die Ministerpräsidentin Skeptiker mit Argumenten von der Corona-Impfung überzeugen. „Es gibt noch eine große Gruppe, die zögert und abwartet. An die müssen wir ran. Rund 40 Prozent der 18- bis 59-Jährigen etwa sind noch nicht geimpft“, so Schwesig.

So zögern einige Frauen zum Beispiel, weil unklar sei, ob sich die Schutzimpfung auf ihren Kinderwunsch auswirke. Schwesig: „Das müssen wir ernst nehmen und aufklären. Mit einer weiteren Impfkampagne wollen wir noch stärker über die Vorteile des Impfens aufklären.“