Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro in der Klinik. AFP/Jair Bolsonaro/Twitter

Nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus wegen anhaltenden Schluckaufs ist beim brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ein Darmverschluss festgestellt worden. Der 66-Jährige wurde zur weiteren Behandlung von der Hauptstadt Brasília nach São Paulo verlegt. Eine Not-OP ist offenbar vorerst nicht nötig.

Präsident hatte Dauer-Schluckauf

Weil er mehr als zehn Tage lang an Schluckauf litt, war der Präsident in der Nacht zu Mittwoch ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Beschwerden traten nach Angaben des Präsidialbüros nach einer Zahnimplantat-Operation auf.

„Ich habe 24 Stunden am Tag Schluckauf“, hatte Bolsonaro vergangenen Donnerstag auf Facebook geschrieben: Da hatte der 66-Jährige noch vermutet, es könnte an Medikamenten liegen, die er einnimmt.

Darmverschluss ist lebensbedrohlich

Bei einem Darmverschluss (Ileus) bleibt der Darminhalt an einer Stelle des Darms liegen. Denn die Passage durch den Darm ist durch Hindernisse (mechanischer Darmverschluss) blockiert oder weil der Darm nicht mehr in der Lage ist, seinen Inhalt voranzubewegen (funktioneller Darmverschluss).

Bleibende Schäden drohen!

Die Erkrankung kann lebensbedrohlich sein. Bei einem Verdacht sollten Betroffene bis zur Untersuchung nichts mehr essen oder trinken.

Anzeichen für einen Darmverschluss können krampfartige Bauchschmerzen mit Erbrechen und ein aufgeblähter Bauch sein. Auch Völlegefühl, Aufstoßen und verstärkte Darmwinde sind typisch. Ebenso können ein beschleunigter Herzschlag und Fieber auftreten.

Ein Darmverschluss ist ein akuter Notfall und muss im Krankenhaus behandelt werden. Denn er kann zu bleibenden Schäden und lebensbedrohlichen Komplikationen führen!