In vielen Seniorenheimen sind Besuche verboten. Foto: dpa

Besuche in Pflege- und Altenheimen sollen auf ein Minimum reduziert werden – angesichts der steigenden Zahlen von Coronavirus-Infizierten in Deutschland wird der Schutz von Risikogruppen immer wichtiger. Ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen haben ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Folge einer Infektion. Deshalb haben schon mehrere Bundesländer Besuche in Altenheimen untersagt oder zeitlich beschränkt.


Die Grundversorgung alter Menschen aufrecht zu erhalten, steht im Fokus der Altenheime. Um das Personal zu entlasten, wird die regelmäßige Qualitätsprüfung für den sogenannten Pflege-TÜV zunächst bis Ende Mai ausgesetzt. „Pflegebedürftige Menschen bedürfen in ganz besonderer Weise der umfassenden Betreuung und Versorgung, da müssen wir auch ungewöhnliche Wege gehen“, sagte der für Pflege zuständige Vize-Chef des Kassen-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.


Normalerweise überprüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) regelmäßig vor Ort, wie die Heimbewohner versorgt werden. Die Kontrollen binden jedoch Pflegekräfte, was nun durch die Aussetzung verhindert wird.