Knapp ein Drittel der Deutschen ist inzwischen voll, mehr als die Hälfte einmal geimpft. imago

Große Begeisterung über die fallenden Inzidenz-Werte bei der Corona-Pandemie. Aber es mehren sich die Stimmen, die eine Wiederkehr des Virus im Herbst fürchten. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schloss wegen der um sich greifenden, ansteckenderen und aggressiveren Delta-Variante eine Rückkehr zu Kontaktbeschränkungen nicht aus.

Hoffnung gibt nur das Impfen

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, sagte in einem Interview. „Wir werden, wenn es im Herbst zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen kommt, sehr genau auf die Neuaufnahmen auf den Intensivstationen schauen müssen. Wenn die vulnerablen Gruppen bis dahin sehr gut geimpft sind, könnte es auch bei höheren Inzidenzen viel weniger schwere Verläufe geben.“

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Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen erklärte: „Die Bundesregierung darf den Sommer nicht verschlafen und muss Deutschland jetzt für den Herbst vorbereiten. Es ist daher wichtig, vorerst an Masken in Innenräumen und Schnelltests festhalten.“

Zuletzt lag die 7-Tage-Inzidenz (Ansteckungen pro 100.000 Einwohner) bei 8,6. Aber: Vor einem Jahr wurde eine Inzidenz von 3,9 gemeldet, um dann bis zum 22. Dezember auf 197,6 hochzuschnellen.