Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger imago/Alexander Pohl

Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, erwartet auch im kommenden Schuljahr große Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Meidinger sagte der Tageszeitung „Die Welt“, er befürchte, dass wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus Hunderttausende Schüler in Quarantäne müssen.

Präsenzunterricht bedeutet Durchseuchung der Schulen

Meidinger rief die Politik zu Ehrlichkeit auf. Wer jetzt verspreche, dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall vollständigen Präsenzunterricht geben wird, begebe sich auf dünnes Eis. „Präsenzunterricht um jeden Preis bedeutet, die Durchseuchung der Schulen in Kauf zu nehmen. So ehrlich sollte die Politik das schon sagen.“

Bildungsministerin baut auf Impfungen und Tests

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zeigte sich dagegen „zuversichtlich, dass diesen Herbst die Schulen grundsätzlich offen gehalten werden können“. „Wir haben jetzt eine ganz andere Ausgangslage nach den Ferien. Wir haben eine steigende Impfquote, eine gute Teststruktur“, sagte die CDU-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Anfang August beginnt in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern schon wieder das neue Schuljahr.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt seit mehr als zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie am Mittwoch bei 11,4 – am Vortag betrug der Wert 10,9