Mitarbeiter von Mercedes-Benz arbeiten im Werk in Bremen an einer C-Klasse. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Führende Ökonomen fordern von der Bundesregierung deutlich schärfere wirtschaftspolitische Maßnahmen gegen die massiven Folgen der Corona-Krise. Nach Einschätzung des Chefs des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, wird die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine Rezession rutschen. Die Politik müsse daher nun umdenken und schnell handeln.

Gemeinsam mit fünf anderen Spitzenökonomen veröffentlichte Fuest ein 15-seitiges Papier zu möglichen Schritten. Darin raten die Experten dringend zur Abkehr vom schuldenfreien Haushalt („Schwarze Null“), zu Steuersenkungen und sie plädieren für ein Vorziehen des für Anfang 2021 geplanten Abbaus des Soli-Zuschlags auf Juli 2020.

Sollte es nicht gelingen, die Ausbreitung der wirtschaftlichen „Schockwellen“ einzudämmen, sei auch ein Rettungsfonds für Unternehmen denkbar, über den sich der Staat mit Eigenkapital an Firmen beteiligen kann – ähnlich wie es mit Banken während der Finanzkrise 2008/2009 geschah.