Das Dashboard des RKI imago/Rüdiger Wölk

Die Zahl der Corona-Fälle in Deutschland wächst weiter schnell, doch am Donnerstagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) eine massiv gesunkene Inzidenz von 33. Wie ist das möglich? Am Vortag hatte das RKI noch eine fast doppelt so hohe Inzidenz gemeldet: 61,3. Am Vormittag war dann das sogenannte Dashboard des RKI nicht erreichbar, wo die aktuellen Coronadaten dargestellt werden. Schließlich tauchte dort der Hinweis auf, dass Daten aus Hamburg nicht geliefert worden seien. Die dem RKI vorliegenden Daten wurden aber inzwischen aufbereitet, und daraus geht hervor, dass sich Corona weiter in Deutschland ausbreitet.

Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 12.626 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, so das RKI. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg demnach auf 66,0. Die Stadt mit der höchsten Corona-Inzidenz in Deutschland bleibt Leverkusen. Berlin liegt mit 72,3 über dem Bundesdurchschnitt. Die Bezirke Neukölln mit 98,7 und Reinickendorf mit 98,4 liegen in der Hauptstadt vorne. Der Berliner Bezirk mit der niedrigsten Inzidenz ist derzeit Steglitz-Zehlendorf mit 44,1.

21 neue Corona-Todesfälle, insgesamt starben über 92.000 Menschen in Deutschland an der Pandemie

Laut RKI starben bundesweit 21 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren 8400 neue Fälle und 22 Tote gemeldet worden.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit dem Beginn der Pandemie erhöhte sich nach RKI-Angaben auf 3.901.799, die der Todesfälle auf insgesamt 92.082.

Deutschland befindet sich nach Einschätzung des RKI am Beginn der vierten Corona-Welle. Auch jüngere Altersgruppen sind diesmal stark betroffen.