Pflegekräfte erhalten ab April mehr Mindestlohn. dpa/Marijan Murat

Achtung, das ist kein Aprilscherz! Zum 1. April gibt es eine Reihe wichtiger Neuerungen beim Corona-Bonus, bei Steuern und Mindestlohn. Lesen Sie mal, ob sie von den Neuerungen profitieren:

Umzugspauschale erhöht

So kann zum Beispiel, wer berufsbedingt umzieht, eine erhöhte Umzugspauschale als Werbungskosten bei der Steuererklärung absetzen. Für Singles steigt sie von 870 auf 886 Euro, für Eheleute und im Haushalt lebende Kinder von je 580 Euro auf 590 Euro. Beschäftigte können diese Pauschale natürlich nur absetzen, sofern das Unternehmen die Kosten nicht übernimmt.

Außerdem können beispielsweise doppelt gezahlte Mieten abgesetzt werden oder die Kosten für durch den Umzug notwendig gewordener Nachhilfeunterricht für Schulkinder.

Mindestlohn steigt, mehr Geld für Beamte

In einigen Branchen werden die Mindestlöhne erhöht. So können sich betriebliche Pflegehilfskräfte und Zeitarbeiter zum 1. April auf eine Lohnerhöhung freuen. Für Zeit- oder Leiharbeiter erhöht sich der gesetzliche Mindestlohn um 43 Cent je Stunde auf 10,88 Euro, bevor er noch in diesem Jahr auf 12 Euro angehoben wird.

Pflegehilfskräfte bekommen ab April 12,55 Euro (bisher 12 Euro), qualifizierte Pflegehilfskräfte 13,20 Euro (bisher 12,50 Euro) und Pflegefachkräfte 15,40 statt 15 Euro. Das gilt allerdings nur für Pflegepersonal, das in Betrieben angestellt ist. Auch Beamte verdienen ab 1. April mehr, und zwar 1,8 Prozent mehr als zuvor.

Corona-Bonus wird steuerpflichtig

Auch beim Corona-Bonus ändert sich etwas: Noch bis 31. März konnten Arbeitnehmer maximal 1500 Euro als steuerfreien Corona-Bonus von ihrem Arbeitgeber erhalten. Ab April 2022 ist der Bonus voll steuerpflichtig.

Preise für Gewinnspielanrufe gesetzlich festgelegt

Die Preise für Gewinnspielanrufe aus dem Festnetz sind bereits von der Bundesnetzagentur vorgeschrieben. Bislang konnten jedoch für Anrufe aus dem Mobilfunk abweichende Kosten berechnet werden - dies ändert sich zum 1. April 2022: Wie die Bundesnetzagentur auf ihrer Website mitteilt, kostet die Wahl der (0)137-Nummern nun pro Minute beziehungsweise Anruf zwischen 14 Cent und maximal 1 Euro.