Demonstranten Foto: imago/Martin Müller

Bundesweit kam es am Montagabend zu Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Bei einigen der sogenannten „Spaziergänge“, häufig nicht als Demo angemeldet, gingen Teilnehmer gewaltsam auf die Polizei los. Insgesamt wird die Teilnehmerzahl auf deutlich über 100.000 geschätzt, allein in Baden-Württemberg auf 50.000. In verschiedenen Städten, darunter in Potsdam und Greifswald, gab es Gegendemonstrationen.

Diese Demo stellte sich in Potsdam den Impfgegnern entgegen. Foto: imago/Martin Müller

Im sächsischen Lichtenstein (Landkreis Zwickau) mischten sich rund 60 gewaltbereite Leute unter die Demonstranten. Als die Polizei versuchte, ihre Identität festzustellen, wurde sie massiv angegriffen. Ein Chaot versuchte, einem Polizisten die Waffe zu entreißen. Ein Beamter wurde gebissen. Insgesamt wurden 14 Polizisten verletzt. Gegen 40 Personen wurde Anzeige unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet. 

In Sachsen-Anhalt und Hessen kam es bei Protesten  ebenfalls zu Ausschreitungen. Die Polizei  in Magdeburg berichtete von durchbrochenen Polizeiketten, Flaschenwürfen auf Beamte und Pyrotechnik. Nach ersten Erkenntnissen wurden aber keine Polizisten verletzt. In der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt hatten sich laut Polizei etwa 2500 Menschen versammelt. Die Versammlung sei nicht angezeigt gewesen. Die Polizei in Fulda löste eine Versammlung auf, weil die „Spaziergänger“ keine Masken trugen und keine Abstände einhielten. Dabei habe ein Teilnehmer die Einsatzkräfte angegriffen und wurde festgenommen. 

In Berlin waren  einige hundert Menschen haben bei verschiedenen Demos unterwegs. Die Polizei sprach von einem weitgehend störungsfreien Verlauf, die meisten Demonstranten hätten sich an die Corona-Auflagen wie die Maskenpflicht gehalten. Vereinzelt sei es aber zu Verstößen gekommen und in Spandau sei eine Demonstration mit rund 160 Teilnehmern daher von der Polizei aufgelöst worden.

Der größte Demonstrationszug begann laut Polizei mit knapp 400 Menschen am Alexanderplatz und zog über die Straße Unter den Linden. Dabei wurde vor dem ZDF-Hauptstadtstudio eine Kundgebung abgehalten.