Nach der Zulassung eines Corona-Impfstoffs sollen in Deutschland Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen zuerst gegen das Virus geimpft werden.  
Foto: Marcus Brandt/dpa

Nach der Zulassung eines Corona-Impfstoffs sollen in Deutschland Alte, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen zuerst gegen das Virus geimpft werden, weil anfangs nicht genug Impfstoff verfügbar sein wird. Ebenso sollen Menschen in staatlichen Schlüsselstellungen zuerst geimpft werden, also Mitarbeiter von Gesundheitsämtern, Polizei, Feuerwehr, Schulen und Kitas.

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Das empfahlen Deutscher Ethikrat, Ständige Impfkommission (Stiko) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält diese Empfehlungen für eine freiwillige Impfung für richtig, erklärte er ebenfalls am Montag. 

Gerechtigkeit soll unter anderem dadurch erreicht werden, dass nicht von Hausärzten, sondern wie berichtet in 60 über das Land verteilten Zentren geimpft wird. Für die Impfung in Heimen könnten mobile Teams zum Einsatz kommen, sagte Spahn.

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Angesichts der neuesten Meldungen über Erfolge bei der Impfstoffentwicklung warnte er allerdings vor zu viel Optimismus, obwohl man „auf mehrere Pferde“ gesetzt habe: „Es kann Rückschläge auf den letzten Metern geben.“ Deshalb wollte er sich auch nicht auf einen Zeitpunkt festlegen, wann die rettenden Spritzen kommen.

Die genauen Ausführungsvorschriften für die Impfungen sind laut Spahn von den Ländern zu formulieren. Zunächst müsse Deutschland aber insgesamt über die Impfungen diskutieren, um hohe Akzeptanz zu erreichen.

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Für sehr wichtig halten es die drei Gremien in ihrer Empfehlung, dass verständlich, genau und wiederholt über die Impfung informiert wird. Auf Bedenken müsse ernsthaft reagiert werden – auch wenn sie auf falschen Informationen beruhten. Nebenwirkungen sollten erfasst und Risiken auch veröffentlicht werden.