Die Ever Given, als sie im Suezkanal feststeckte. Foto: AFP/Ahmed Hasan

Ägyptische Behörden haben im Streit um die Blockade des Suezkanals das Containerschiff Ever Given beschlagnahmt, das sich im Kanal festgefahren und die Durchfahrt für über vierhundert andere Schiffe verhindert hatte. Die Kanalaufsicht erklärte, das Schiff dürfe das Land nicht verlassen, bis es eine Einigung über einen Entschädigungsbetrag mit dem japanischen Eigentümer gebe, dem Unternehmen Shoei Kisen Kaisha.

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Das Schiff sei deshalb offiziell beschlagnahmt, berichtete das staatliche Fernsehen und zitierte den Behördenchef: „Sie wollen für nichts bezahlen“. Aus Justizkreisen hieß es, die Kanalbehörde wolle mindestens 900 Millionen US-Dollar (756 Millionen Euro) Entschädigung.

Das 220.000 Tonnen schwere Ungetüm hatte sich am 23. März zwischen Ost- und Westufer verkeilt, konnte am 29. März losgebracht werden. Es liegt jetzt im Großen Bittersee, durch den der Kanal führt.