Melania Trump. Foto: imago images/MediaPunch

Trotz seiner Wahlniederlage sieht sich US-Präsident Donald Trump noch immer im Machtkampf mit seinem Herausforderer Joe Biden. Nach der Siegesrede Bidens war der Mann im Weißen Haus zunächst still geblieben. Doch am Sonntag meldete er sich bei Twitter zurück und ließ erkennen, dass er sich weiter als Opfer systematischen Wahlbetrugs sieht.

US-Medien berichten unterdessen davon, dass Trumps Umfeld versucht, auf den Präsidenten einzuwirken. Besonders seinen Familienmitgliedern wird großer Einfluss auf Trump nachgesagt. Nach Darstellung des TV-Senders CNN mit Berufung auf Quellen aus dem Weißen Haus legte vor allem First Lady Melania ihrem Mann nahe, seine Niederlage endlich zu akzeptieren.

Noch weiter geht die „Daily Mail“. Die Zeitung beruft sich auf die ehemalige Kommunikationsdirektorin des Büros im Weißen Haus Omarosa Manigault Newman (46) und zitiert: „Melania zählt jede Minute, bis er aus dem Amt ist und sie sich scheiden lassen kann.“ Die Ehe sei so gut wie vorbei.

Via Twitter hat sich Melania heute zwar offiziell hinter ihren Mann gestellt. 

Für Omarosa Manigault Newman ist das aber bedeutungslos. Sie ist sicher: Melania hat von ihrer Ehe die Nase voll. Zumindest bis Trump aus dem Amt ausgeschieden ist, müsse es Melania aber noch aushalten. Alles andere wäre laut Newman eine zu große Demütigung: „Dann würde er einen Weg finden, sie dafür zu bestrafen.“

„Daily Mail“ zitiert außerdem Rechtsanwältin Christina Previte , die zu berichten weiß, dass Trump Melania einen „Schweigekodex“ aufgezwungen hätte, der im Ehevertrag festgehalten sei. Danach dürfe sie kein Buch über ihre Ehe veröffentlichen oder kritische Interviews über ihn geben. Das hätte Trump schon mit seiner zweiten Frau Marla Maples ähnlich geregelt. 

Seit Jahren berichten Insider darüber, dass die Ehe der Trumps nur noch auf dem Papier besteht. Von getrennten Schlafzimmern und einem unterkühlten Verhältnis war immer wieder die Rede. 

Auch der Schwiegersohn soll mit Trump gesprochen haben

Ein Berater Trumps widersprach zumindest der Darstellung von CNN auf Twitter: „Diese Geschichte ist nicht wahr“, schrieb Jason Miller in einem Tweet.

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Auch Schwiegersohn Jared Kushner soll mit seinem Schwiegervater über das Thema geredet haben. Dem Nachrichtenportal „Axios“ zufolge riet er ihm, den Rechtsweg weiter zu verfolgen. Kushner und seine Ehefrau Ivanka Trump sind offiziell Berater des Präsidenten. „Axios“ zitierte eine anonyme Quelle damit, dass „unangenehme Gespräche“ im Dunstkreis Trumps stattfänden und sein engster Zirkel den Wahlsieg abgeschrieben habe – doch Trump weiter darauf bestehe, gewonnen zu haben.