66 Prozent der Beschäftigten in Deutschland sind mit ihren Chefs zufrieden. Foto: dpa/Christin Klose

Arbeitnehmer eint über Grenzen hinweg die Sehnsucht nach menschlichen Chefs. Außerdem legen Mitarbeiter bei ihren Führungskräften größeren Wert auf den menschlichen Faktor als die Führungsetagen der Unternehmen, wie eine Untersuchung der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien ergeben hat.

Befragt wurden im vergangenen Oktober 4000 Teilnehmer, welche Eigenschaften ihnen bei Führungskräften wichtig sind: Herz, Hand oder Hirn. „Hirn“ steht für Intellekt und klares Denken, „Hand“ für Tat- und Entschlusskraft und das „Herz“ für Fähigkeiten wie das Zuhören, Einfühlungsvermögen und die Förderung des Teamgeists.

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Das Ergebnis: Die Unternehmen legen bei Führungskräften den größten Wert auf den Kopf (69 Prozent), gefolgt von der Tatkraft (44 Prozent). Das „Herz“ liegt mit 25 Prozent auf dem letzten Platz. Bei den Angestellten verhält es sich aber anders herum: 37 Prozent legen den größten Wert auf menschliche Qualitäten, 20 Prozent auf Tatkraft, und nur 14 Prozent auf den Intellekt von Chefinnen und Chefs.

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Was die Befragung überraschend ebenfalls ergab: Die große Mehrheit ist mit der Arbeit ihrer Vorgesetzten und Führungsetagen in der Corona-Krise zufrieden. Das Spektrum reichte von 60 Prozent in Spanien bis 71 Prozent in Großbritannien, Deutschland und Frankreich lagen mit 66 beziehungsweise 63 Prozent dazwischen.

Doch will laut Umfrage in allen vier Ländern nur eine Minderheit selbst Führungskraft werden. „Es sind ungefähr 50 Prozent der Menschen, die sich beruflich entwickeln wollen“, sagte Schuler dazu. „Es sind aber nur 13 Prozent, die gerne Führungskraft werden wollen.“