Die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz: Norbert Röttgen, Armin Laschet und Friedrich Merz (v.l.) Foto: Michael Kappeler/AFP

Berlin - Armin Laschet, Friedrich Merz oder Norbert Röttgen - wen hätten die CDU-Mitglieder am liebsten als neuen Vorsitzenden? Wem trauen sie am ehesten zu, die Union als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf zu führen? forsa hat dazu in dieser Woche über 1.000 CDU-Mitglieder gefragt.

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Am 4. Dezember will die CDU ihren neuen Vorsitzenden bestimmen. Wenn die Parteimitglieder selbst wählen könnten, würden sich 45 Prozent für Friedrich Merz, 24 Prozent für Armin Laschet und 13 Prozent für Norbert Röttgen entscheiden. Merz würden vor allem die Christdemokraten in Ostdeutschland wählen (54%) sowie jene Parteimitglieder, die sich selbst als politisch rechts einstufen (59%). Laschet hat seinen größten Zuspruch in der nordrhein-westfälischen CDU (39%) sowie bei den CDU-Mitgliedern des eher linken Flügels (44%).

Die besten Chancen als Kanzlerkandidat werden Bayerns Landeschef Markus Söder eingeräumt. Foto: Peter Kneffel/AFP

Laschet trauen 38 Prozent der CDU-Mitglieder zu, die verschiedenen Strömungen in der Partei zu integrieren. Merz gilt in der Partei nur für 31 Prozent als Mann, der die verschiedenen Flügel der CDU zusammenhalten kann.

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Egal, wer neuer CDU-Vorsitzender wird - für 51 Prozent der Parteimitglieder ist klar, dass er auch gemeinsamer Kanzlerkandidat der Union werden sollte. 39 Prozent wären aber für Markus Söder - dem auch von einer Mehrheit der CDU-Mitglieder (53%) größere Wahlchancen eingeräumt werden.

Bessere Wahlchancen mit Söder

Von Laschet und Merz glauben jeweils ein Fünftel, dass sie die besten Erfolgsaussichten bei der nächsten Bundestagswahl hätten. Von Röttgen denken das 2 Prozent. Auch von denen, die Merz als CDU-Vorsitzenden wählen würden, sehen 49 Prozent in Söder den Kanzlerkandidaten, der die besten Wahlchancen hätte.

Unabhängig vom Kandidaten rechnen 65 Prozent für die Bundestagswahl im nächsten Herbst mit einem schlechteren, 9 Prozent davon sogar mit einem „deutlich schlechteren“ Ergebnis als die aktuellen Umfragewerte. Ein Drittel der Befragten (33%) glauben, dass die Union die Umfragewerte halten kann.