Immer lächeln ... Die potenziellen Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet und Markus Söder, vor der Wahl noch gut gelaunt. Foto: dpa-POOL/Federico Gambarini

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz grenzen aneinander, aber die Ergebnisse der Wahl könnten unterschiedlicher kaum sein. Nur eines verbindet sie: Die CDU hat verloren. Jetzt beginnt die übliche Aufarbeitung bei den Verlierern, Koalitionsverhandlungen werden vorbereitet, und die Beantwortung der „K-Frage“ der Union wird dringlich.

Während in „BaWü“ die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 2,3 Punkten plus auf bislang unerreichte 32,6 Prozent kamen, blieben sie in Rheinland-Pfalz mit 9,3 Prozent (plus 4 Punkte) mickrig. Dort holte die SPD von Malu Dreyer bei sehr geringen Verlusten 35,7 Prozent, während sie in BaWü mit 1,7 Punkten minus auf 11 Prozent fiel. Dort sackte die noch an der Regierung beteiligte CDU um 2,9 Punkte auf 24,1 Prozent ab, in Rheinland-Pfalz um 4,1 Punkte auf 27,7 Prozent. 

Dreyer wird ihre Ampel-Koalition fortführen können, Kretschmann kann sich aussuchen, ob er weiter mit der CDU regiert oder mit  SPD und erstarkter FDP.

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Bundespolitisch richten sich die Augen aber auf die CDU/CSU sowie die Frage, wer wann ihr Kanzlerkandidat wird, und ob er Chancen auf einen Wahlsieg im September bei der Bundestagswahl hat.

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU), dem solche Ambitionen nachgesagt werden, machte das Corona-Management für den „schweren Schlag in das Herz der Union“ verantwortlich - es habe Fehler bei Tests, Warn-App, Auszahlung von Wirtschaftshilfen und dem Impfen gegeben.

Das und seine Forderung nah einem „Zukunftsteam“ der Union zielt auf den neuen CDU-Chef Armin Laschet, der ein politisches Bündnis mit dem zuletzt schwer kritisierten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingegangen war.

Laschet, der sich am Wahlabend nicht geäußert hatte, rief seine Partei in einer digitalen Vorstandssitzung zur gemeinsamen Anstrengung auf, das Kanzleramt auch ohne eine Kandidatin Angela Merkel zu verteidigen: „Wir müssen kämpfen.“  Es sei nicht gottgegeben, dass die Union den Kanzler stelle. Laschet suchte auch nicht die Schuld für die Wahlniederlage bei der CDU in den beiden Bundesländern, sondern bei den Abgeordneten, die krumme Geschäfte mit Masken gemacht hatten.