Gegner von Corona-Maßnahmen und Impfpflicht ziehen begleitet durch die Innenstadt von Potsdam. dpa/Monika Skolimowska

Tausende Gegner der Corona-Maßnahmen sind am Montagabend bundesweit auf die Straße gegangen. In Mecklenburg-Vorpommern protestierten 6500 Menschen in Rostock gegen die Corona-Beschränkungen und gegen eine Impfpflicht. Dort wurden neun Strafanzeigen wegen Widerstand, Körperverletzung, Sachbeschädigung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen aufgenommen, wie die Polizei mitteilte. In Schwerin gingen rund 2750 Menschen auf die Straße.

Auch in anderen Bundesländern kam es in zahlreichen Städten zu Anti-Corona-Protesten. In Saarbrücken nahmen rund 3000 Menschen an einem Protestmarsch und einer Kundgebung teil. In Kaiserslautern zogen etwa 1500 Gegner der Corona-Maßnahmen durch die Innenstadt, wie die Polizei in Rheinland-Pfalz mitteilte. In Pirmasens waren demnach rund 300 Menschen zu sogenannten Spaziergängen unterwegs. Dort wurden bei Angriffen auf die Einsatzkräfte nach Polizeiangaben drei Beamte leicht verletzt.

Demonstrationen in Brandenburg verliefen friedlich, Ausschreitungen in Sachsen

In Cottbus demonstrierten laut Polizei rund 3000 Menschen. Auch in der Landeshauptstadt Potsdam gingen Gegner und Befürworter der Corona-Maßnahmen auf die Straße. Die Demonstrationen verliefen nach Polizeiangaben friedlich.

In Sachsen war die Polizei in mehreren Städten im Einsatz, um größere Personenansammlungen aufzulösen. In Bautzen seien die Einsatzkräfte dabei „massiv mit Pyrotechnik und Flaschenwürfen angegriffen“ worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. In Dresden kamen demnach rund 500 Menschen zu einer laut der Corona-Notfall-Verordnung des Landes unzulässigen Versammlung zusammen. Sowohl die Protestierenden als auch die Polizei setzten Pfefferspray ein. Dabei wurde eine Frau verletzt. Ein Mann wurde festgenommen. In Leipzig ging die Polizei nach eigenen Angaben gegen eine Ansammlung von bis zu 250 Menschen vor.

In Dortmund gingen laut Polizei bis zu 650 Menschen auf die Straße, um auf die „Opfer der Covid-Maßnahmen“ hinzuweisen. Auch in Hessen und Niedersachsen protestierten nach Angaben der Polizei Hunderte Menschen gegen die Corona-Maßnahmen und eine Impfpflicht.