Fahndungsfotos des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri Foto: Bundeskriminalamt/dpa

Mit dem früheren Geheimdienstkoordinator des Bundes, Klaus-Dieter Fritsche, wird an diesem Donnerstag zwar ein prominenter Zeuge im Bundestag befragt. Noch interessanter finden die Mitglieder des Untersuchungsausschusses zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz aber zwei andere Zeugen. Die Verfassungsschützer sollen zu einem sehr merkwürdigen Vorgang aussagen –allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

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Ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes in Mecklenburg-Vorpommern hatte wenige Wochen nach dem Anschlag einen brisanten Hinweis geliefert: Anis Amri, der am 19. Dezember 2016 in Berlin einen Lastwagenfahrer erschoss und dann mit dem Lastwagen auf dem Weihnachtsmarkt elf weitere Menschen tötete, soll Kontakte zu einem kriminellen Clan in Berlin gehabt haben. Im Raum steht der Verdacht, Angehörige des Clans könnten ihm bei der Beschaffung der Tatwaffe und bei seiner Flucht aus Berlin geholfen haben.

Amri floh nach dem Anschlag über Frankreich nach Italien, wo er von der Polizei erschossen wurde. Wie im Ausschuss bekannt wurde, soll der Hinweis des Verfassungsschützers damals von Vorgesetzten nicht an die Ermittler weitergeleitet worden sein. Inzwischen befasst sich der Generalbundesanwalt mit der Sache.