Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat seine gesamte Familie geimpft Wolfgang Kumm/dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich mit großem persönlichen Engagement an der Impf-Kampagne gegen den Covid19 beteiligt. Der berührendste Moment in der Corona-Krise sei gewesen, „als meine 86-jährige Mutter geimpft wurde“, sagte der 58-jährige SPD-Politiker dem Promi-Magazin Bunte. „Ich habe Freunde und Familie geimpft, allen voran meine Tochter, weil sie das wollte. Aber ich bin auch in Brennpunkte gegangen, wir haben aus dem Bus heraus geimpft. Ein Politiker, der nicht in die Praxis geht, obwohl er es kann, macht was falsch“, erklärte der Mediziner.

Mit Nachdruck wirbt er für eine Impfpflicht in Deutschland: „Wenn wir nicht den Mut dazu haben, bedrohen uns immer neue Wellen. Wenn im Herbst eine neue Form der Delta-Variant zurückkäme, wäre das eine Katastrophe.“ Hinzu käme, dass eine Impfpflicht „die aktuellen Konflikte befrieden wird. Es gibt dann keinen Anlass mehr, auf die Straße zu gehen.“ Verständnis äußerte er für Profi-Fußballer Joshua Kimmich, der sich zunächst nicht impfen lassen wollte: „Der Körper ist sein Kapital, da hatte er Ängste. Ich biete ihm an, dass ich ihn selbst impfe und über alle Risiken aufkläre.“

Karl Lauterbach musste TV-Auftritt absagen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gilt als besonders häufig gesehener Gast in Polit-Talkshows – am Mittwoch muss Sandra Maischberger allerdings auf ihn verzichten. Das Bundesgesundheitsministerium teilte am Dienstag auf Anfrage mit, dass der Minister seinen Auftritt absagen musste. Zum Grund hieß es: „Er ist stark erkältet. Eine Corona-Infektion liegt nicht vor.“

Der 58-Jährige war eigentlich für den Talk „Maischberger - Die Woche“ am Mittwochabend (22.50 Uhr) bereits als Gast eingeplant. Es sollte in dem Gespräch um die aktuellen Corona-Zahlen und lauter werdende Forderungen nach Lockerungen gehen. Der Sender hat inzwischen Ersatz gefunden und kündigte Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen als neuen Gast an.