Vielerorts sind Heizpilze als Klimakiller verboten - doch die Bundesregierung will sie dennoch zulassen, um der Gastronomie zu helfen. Foto: Imago Images/Müller-Stauffenberg

Die in einigen Städten und Gemeinden verbotenen Heizpilze für die Gastronomie sollen in der Corona-Krise nun sogar vom Bund gefördert werden. „Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist eine funktionierende Außengastronomie ein Teil der Lösung“, sagte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), dem „Handelsblatt“. „Deshalb möchten wir Heizpilze nicht nur ermöglichen, sondern in den laufenden Überbrückungshilfen II wird die Anschaffung sogar finanziell unterstützt.“ Damit solle der „stark gebeutelten“ Gastronomie in dieser schweren Zeit geholfen werden.

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Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze kann sich mit der Nutzung von klimaschädlichen Heizpilzen in der Gastronomie anfreunden. „Wenn der Einsatz von Heizpilzen ein Weg ist, die Gastronomie nach dem Shutdown wieder zu öffnen und damit ihr langfristiges Überleben zu sichern, dann sollten wir da nicht dogmatisch sein“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Das Aufstellen von Heizpilzen ist in Deutschland vielerorts verboten. Die Strahler haben einen hohen Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid. Angesichts der Pandemie haben aber einige Kommunen bereits angekündigt, in diesem Winter wieder Heizpilze zu erlauben - so soll es Gästen von Restaurants und Cafés ermöglicht werden, draußen zu sitzen, wo das Infektionsrisiko als geringer gilt.