NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist jetzt offiziell neuer Bundesvorsitzender der CDU. Foto: dpa/Michael Kappeler

Die Wahl von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zum neuen Bundesvorsitzenden der CDU ist nun offiziell: Laschet erhielt bei der Briefwahl der CDU-Parteitagsdelegierten 83,35 Prozent der gültigen Stimmen, wie die Partei am Freitag in Berlin mitteilte.

Laschet hatte sich bereits am Sonnabend in der Digitalwahl auf dem Parteitag gegen seine beiden Mitbewerber durchgesetzt, aus juristischen Gründen musste sein Sieg aber noch in einer brieflichen Schlussabstimmung bestätigt werden.

Der NRW-Landeschef wertete sein deutliches Wahlergebnis und die hohe Wahlbeteiligung als „ein Signal der Einheit der Union“. Als neuer Parteichef wolle er die verschiedenen Strömungen in der Partei zusammenbringen. „Mein Ziel ist das Führen und Zusammenführen“, sagte Laschet. Er wolle „eigene Ideen umsetzen – aber im Dialog mit allen, die mitwirken“.

Nach Parteiangaben nahmen 983 der 1001 Parteitagsdelegierten an der Vorsitzendenwahl teil. Davon waren 980 Stimmen gültig. Laschet erhielt dabei 796 gültige Stimmen.

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Nach Parteiangaben zählten am Freitag in der Berliner Zentrale der Bundes-CDU 32 Mitarbeiter unter notarieller Aufsicht die Stimmen der schriftlichen Schlussabstimmung aus. Gezählt wurden alle Briefwahlstimmen, die bis Freitag, 11 Uhr, in der Parteizentrale eingegangen waren.

Bei der Bestätigung von Laschets Wahl handelte es sich nur noch um eine Formsache – Laschets Name war der einzige, der auf dem Wahlzettel stand. Seine unterlegenen Mitbewerber Friedrich Merz und Norbert Röttgen waren bei der Briefwahl – wie zuvor unter den drei Kandidaten vereinbart – nicht mehr angetreten.

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Auch die Ergebnisse der anderen Digital-Wahlen des Bundesparteitags mussten per Briefwahl bestätigt werden. Dabei ging es um die Posten der Vize-Parteivorsitzenden sowie um die Mitglieder von Vorstand und Präsidium.

Bei der digitalen Stichwahl auf dem Parteitag um den Chefposten am Sonnabend hatte Laschet sich mit 521 Stimmen gegen seinen Mitbewerber Friedrich Merz durchgesetzt, der auf 466 Stimmen kam. Der dritte Kandidat, Norbert Röttgen, war bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden.