Eine Entscheidung über die Genehmigung der Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide ist gefallen. dpa/Patrick Pleul

Das brandenburgische Landesumweltamt hat grünes Licht für den Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide östlich von Berlin gegeben. Die Genehmigung sei am Freitag erteilt und übergeben worden, teilte das Umweltministerium in Potsdam mit. Das mit dem 536 Seiten umfassenden Bescheid genehmigte Vorhaben beinhalte unter anderem die Anlage zur Herstellung von bis zu 500.000 Fahrzeugen pro Jahr, Aluminiumschmelzanlagen, eine Aluminiumgießerei und eine Batteriezellfertigung.

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Die Genehmigungsunterlagen umfassen den Angaben zufolge mit den dazugehörigen Antragsunterlagen, Gutachten und Stellungnahmen mehr als 23.700 Seiten in 66 Aktenordnern. Darin seien auf rund 80 Seiten mehr als 400 Auflagen und Bedingungen sowie eine rund 400-seitige Begründung der Entscheidung enthalten, hieß es. Festgehalten seien unter anderem Anforderungen zum Grundwasserschutz sowie zu wassersparenden und abwasserreduzierenden Maßnahmen, Artenschutzmaßnahmen, Grenzwerte für Luftschadstoffe und Regelungen über deren Messung sowie Arbeitsschutzauflagen.

Tesla muss Ausweichquartiere für Tiere bauen

Tesla hat einen großen Teil der Fertigungsanlagen bereits auf eigenes Risiko bauen lassen. Von den beantragten knapp 312 Hektar sind den Angaben zufolge bislang 164 Hektar Wald gerodet worden. Als Ausgleich müsse das Unternehmen unter anderem bis Ende 2022 knapp 318 Hektar „erstaufforsten“, hieß es. Zu den ebenfalls geforderten Artenschutzmaßnahmen zählten unter anderem rund 90 Nisthilfen für Vögel, 66 Fledermauskästen sowie Ausweichquartiere für Reptilien wie Zauneidechse und Schlingnatter.