Boris Johnson und seine Verlobte Carrie Symonds
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Boris Johnsons Ärzte haben sich während dessen Covid-19-Erkrankung darauf vorbereitet, wie sie im Falle des Falles den Tod des britischen Premiers verkünden würden. „Die Ärzte hatten alle möglichen Vorkehrungen getroffen, was zu tun wäre, wenn etwas schrecklich schief gehen sollte“, sagte Johnson im Interview mit der britischen „Sun on Sunday“.

"Sie gaben mir Liter um Liter Sauerstoff"

Seine Verlegung auf die Intensivstation sei ein „sehr harter Moment“ gewesen, „das will ich nicht leugnen“, sagte der Regierungschef (55). „Ich war nicht in besonders brillanter Verfassung und mir war bewusst, dass es Notfall-Pläne gab.“ Die Ärzte hätten entsprechend auch „eine Strategie für den Umgang mit einem „Tod Stalins“-artigen Szenario“ gehabt, so Johnson mit Blick auf den Tod des Sowjetführers während seiner Amtszeit 1953.

Während seiner Quarantäne meldete sich Boris Johnson per Video-Nachricht Foto: AP


Sie hätten ihm „Liter um Liter“ Sauerstoff gegeben, erinnert sich Johnson. Immer wieder habe er sich auf der Intensivstation gefragt, wie er aus dieser Situation herauskommen würde. Er habe schon viele Verletzungen gehabt und Knochen gebrochen. „Aber ich hatte noch nie etwas so Ernstes wie das hier“, sagte Johnson.

Sohn nach Großvätern und Klinik-Ärzten benannt


Nach einer Corona-Infektion musste der Premier Anfang April eine Woche ins Krankenhaus, lag drei Tage davon auf der Intensivstation. Erst am Montag nahm er die Arbeit wieder auf. Zwei Tage später wurde Johnson Vater. Seine Verlobte Carrie Symonds brachte einen Jungen zur Welt. Benannt nach ihren Großvätern heißt er Wilfred Lawrie und mit dritten Namen Nicholas – nach den beiden Ärzten Nick Price und Nick Hart, „die Boris das Leben gerettet haben“, so Symonds.