Die Impfstoffe bieten nur teilweise Schutz vor Omikron. AP/Jae C. Hong

Der Impfstoffhersteller Biontech rechnet bereits für Ende März mit einem an die Omikron-Variante des Coronavirus angepassten Impfstoff, sofern eine Anpassung des Impfstoffs für einen höheren sowie langanhaltenderen Schutz notwendig sein sollte. Das kündigten Biontech und sein US-Partner Pfizer in einer Mitteilung an. Die Lieferkapazität der beiden Unternehmen für 2022 beträgt nach wie vor vier Milliarden Dosen

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer bietet einer Studie zufolge nämlich offenbar lediglich einen teilweisen Schutz gegen die weltweit grassierende Coronavirus-Variante Omikron. Die Neutralisierung von Omikron habe im Vergleich zu einem früheren Covid-Stamm „sehr stark abgenommen“, erklärte Alex Sigal, Professor am Africa Health Research Institute in Südafrika auf Basis vorläufiger Ergebnisse am Dienstag.

Booster-Impfung wirksam gegen Omikron

Laut Biontech/Pfizer haben vorläufige Ergebnisse von Laboruntersuchungen gezeigt, dass  zwei Dosen ihres Impfstoffs das Virus „signifikant geringer“ neutralisieren. Die Daten deuten aber darauf hin, dass eine dritte Dosis es schafft, Omikron zu neutralisieren.

„Diese ersten Daten lassen darauf schließen, dass eine Auffrischungsimpfung immer noch einen ausreichenden Schutz gegen eine durch die Omikron-Variante ausgelöste Erkrankung jeglicher Schwere bieten kann“, sagte Biontech-Chef Uğur Şahin.

Weltweit sorgt die zuerst in Südafrika festgestellte Omikron-Variante bei Wissenschaftlern für Sorgenfalten: Sie äußerten sich vor allem besorgt über die hohe Zahl der Mutationen am Spike-Protein des Virus. Erste Studien aus Südafrika und Deutschland zum Immunschutz gegen die Omikron-Variante zeigten eine rund 40-fach reduzierte neutralisierende Wirkung von Antikörpern.