Ein Kinderarzt impft ein einjähriges Kind in den Oberschenkel mit dem Impfstoff Priorix (Lebendvirusimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln).  Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Nach dem Willen von Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) solle künftig direkt in Schulen und Kitas gegen Corona geimpft werden. In der DDR sei es üblich gewesen, dass spezielle Impfteams zu Einrichtungen zur Kinderbetreuung und Schulen gekommen seien. „Die Impfung muss zu denen kommen, die die Impfung benötigen“, sagte Holter.

Auf diese Art und Weise werde „die Bereitschaft größer, als wenn der Aufruf erfolgt: Gehen Sie zum Arzt, besorgen Sie sich einen Termin und lassen Sie sich impfen“, glaube der Politiker. In jedem Fall müssten Impfungen stets freiwillig sein. Lehrer oder auch Erzieher, die sich nicht frühzeitig gegen eine Corona-Infektion impfen lassen wollten, dürften „keine Nachteile“ erfahren.

Der Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport Helmut Holter (Die Linke). Foto: Imago Images/Jacob Schröter

Der Linken-Politiker fordert weiterhin, dass Lehrer und Erzieher neben Personen mit besonderen Risikomerkmalen und etwa Personal im medizinischen Bereich zu den Ersten gehören sollten, die Impfungen erhalten.

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Das Recht auf Bildung sei ein hohes Gut. „Und ich möchte zum Beispiel nicht in eine Situation kommen, in der die Fußball-Bundesliga durchgeimpft ist, aber Schulen, Kindergärten und Kinderheime sich in einer langen Schlange anstellen müssen“, so Holter. Er ist in Thüringen sowohl Bildungsminister als auch Sportminister.