Kanzlerporträts im Kanzleramt in Berlin. Schröders Konterfei (l.) ist vielleicht bald nicht mehr da. IMAGO/Metodi Popow

Altkanzler Schröder steht auch in Kriegszeiten zu seinen Russland-Verbindungen, springt seinem „lupenreinen Demokraten“-Kumpel Putin in Interviews zur Seite und hängt an seinen hoch dotierten Jobs bei Gazprom und Co. Das nervt zunehmend nicht nur seine eigene  Partei, deren Spitze ihm inzwischen einen SPD-Austritt nahelegt.

Dobrindt: Gerhard Schröder ist ein russischer Söldner

Gegenwind kommt jetzt für den Putin-Freund auch aus Richtung der CSU. Deren Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ruft zu einer Art Bildersturm auf, will wegen der jüngsten Äußerungen von Ex-SPD-Kanzler Gerhard Schröder dessen Porträt im Kanzleramt abhängen lassen. „Gerhard Schröder ist kein deutscher Interessenvertreter, sondern er ist ein russischer Söldner“, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. Er sprach im Zusammenhang mit Schröders Einschätzungen des russischen Krieges in der Ukraine von einer unerträglich gewordenen „perversen Geschichtsverfälschung“ durch den ehemaligen Bundeskanzler.

„Man sollte darüber nachdenken, ob nicht sein Porträt im Kanzleramt abgehängt werden soll“, forderte Dobrindt. Er ergänzte: „Ich glaube nicht, dass es würdig ist, dass neben erfolgreichen Kanzlern der Bundesrepublik und Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Gerhard Schröder, so wie er sich aktuell der Weltöffentlichkeit zeigt, noch präsentiert werden kann.“ Im Kanzleramt hängen bislang Porträts aller bisherigen Kanzler – das Gemälde der im vergangenen Jahr abgewählten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) fehlt allerdings noch.