Die Bundeswehr will israelische Drohnen in Afghanistan einsetzen. Foto: dpa

Bewaffnete Drohnen – ferngesteuerte Kampfflugzeuge ohne Piloten – sind ein Streitthema in der deutschen Politik. Mit einer öffentlichen Anhörung am Montag begann eine auf viele Monate angelegte Debatte, ob die Bundeswehr solche Geräte anschaffen soll.

Linke ist gegen bewaffnete Drohnen

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte sich bei einem Afghanistan-Besuch im Dezember dafür ausgesprochen, auch aus der FDP und vom Noch- Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels (SPD) gibt es Forderungen nach der Anschaffung. Die Linke ist gegen bewaffnete Drohnen, ihr Abgeordneter Andrej Hunko nannte die Anhörung eine Alibi-Veranstaltung, weil die Beschaffung schon feststehe.

Die Kritik entzündet sich daran, dass die USA Drohnen zur Tötung mutmaßlicher Terroristen einsetzen, was unter Präsident Barack Obama stark zunahm und das Leben auch Unbeteiligter fordert. Bartels beteuerte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das wolle man nicht. Kampfdrohnen sollen Bundeswehrsoldaten im Einsatz vielmehr schneller Luftunterstützung verschaffen, als es mit Flugzeugen oder Hubschraubern möglich sei.