Der Teil-Lockdown dauert wohl noch länger (Symbolbild). Foto: Felix Kästle/dpa

Eine Woche vor den nächsten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt es einem Medienbericht zufolge einen weitreichenden Konsens, dass der Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängert werden soll. Das sagte der Berliner Morgenpost zufolge mehrere Vertreter der Koalition im Senat.

Demnach würden Kultureinrichtungen und Gaststätten noch bis kurz vor Weihnachten geschlossen bleiben. Der Einzelhandel habe nicht mit weiteren Einschränkungen zu rechnen, um das Weihnachtsgeschäft nicht zu gefährden, hieß es. Als unwahrscheinlich gelten dem Bericht nach auch schärfere Maßnahmen im öffentlichen Nahverkehr.

Verschärfung für Schulen sei geplant

Der Präsenzunterricht an Oberstufen und Berufsschulen hingegen könnte den Informationen zufolge weiter heruntergefahren werden. Die vom Bundeskanzleramt vorgeschlagenen strengeren Kontaktbeschränkungen wiederum hätten schlechtere Chancen bei den Ländern, so die Morgenpost.

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Es sei nicht „administrierbar“, den Menschen Kontakt nur noch mit einem Haushalt zu erlauben, sagten Politiker. Denn in einem solchen Fall müssten Bürger entscheiden, welche Großeltern die Enkelkinder treffen oder welcher Teil der geschiedenen Eltern besucht werden dürften, hieß es weiter. Dennoch sei es möglich, dass es auch bei den Kontaktverboten eine Verschärfung geben werde.

Lockerungen nach Region als Option

Darüber hinaus wird dem Bericht zufolge erwartet, dass die Länder sich mit dem Kanzleramt auf eine regional abgestufte Strategie verständigen, die sich an den jeweiligen Infektionszahlen orientiert. Berlin, so hieß es demnach aus Kreisen der Koalition, sei als stark betroffene Großstadt auf jeden Fall als Hotspot bewertet, etwaige Lockerungen dadurch eher später zu erwarten als in anderen Teilen des Landes.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hatte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus im Hinblick auf die Gaststätten gesagt: „Je erfolgreicher wir bei der Eindämmung des Virus sind, desto eher werden maßvolle Lockerungen wieder möglich sein.“ Die rot-rot-grüne Koalition will an diesem Freitag in einer Videokonferenz gemeinsam die Linie Berlins für die Verhandlungen bestimmen. Auch die Vertreter der von den Grünen mitregierten Bundesländer in Deutshland wollen ein gemeinsames Papier dazu erstellen.