Der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke AFP/HADRIEN DURE

Belgien hat als erstes Land in Europa eine Infektion mit der in Südafrika nachgewiesenen neuen Coronavirus-Variante gemeldet. Der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke sagte am Freitag in Brüssel, ein aus dem Ausland kommender ungeimpfter Mensch sei positiv getestet worden. Der belgische Virologe Marc Van Ranst schrieb auf dem Online-Dienst Twitter, die Variante B.1.1.529 sei bei einem aus Ägypten zurückkehrenden Reisenden festgestellt worden.

Deutschland und andere EU-Länder hatten zuvor angekündigt, den Flugverkehr mit Südafrika wegen der neuen Variante drastisch einzuschränken. Auch Belgien will dem nach Angaben des Gesundheitsministers nun folgen. Grund zur „Panik“ bestehe aber nicht, betonte Vandenbroucke: „Wir wissen noch nicht, ob es sich um eine sehr gefährliche Variante handelt.“ Die von der EU-Kommission empfohlene Reisebeschränkung sei eine „vorsorgliche Maßnahme“.