Gemeinsames Zuprosten mit Maßkrügen Bier im Biergarten - auch das ist seit den Beschränkungen durch die Corona-Krise nicht mehr möglich
Foto: Imago Images/Ralph Peters

Düsseldorf - Kneipen und Biergärten zu, Feste abgesagt – die Brauereien sitzen in der Covid-19-Krise buchstäblich auf dem Trockenen. Bei manchen ist das Geschäft so stark weggebrochen, dass sie um ihre Zukunft bangen.
87 Prozent der Brauereien glauben, dass sie Kurzarbeit anmelden, 18 Prozent gehen sogar davon aus, Personal entlassen zu müssen, wie eine Umfrage des Deutschen Brauerbundes ergab.

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Kneipen, Bars und Restaurants sind seit Tagen in ganz Deutschland geschlossen. Getrunken wird zwar noch – aber nicht mehr in der Öffentlichkeit. Für kleine Brauereien, die sich nicht auf den großen Absatz im Supermarkt verlassen können, ist das verheerend. „Wir stehen - wie die gesamte Brauwirtschaft - vor großen Herausforderungen, denen wir uns stellen“, sagt eine Sprecherin von Schlösser Alt, das zur Radeberger Gruppe gehört. Da helfe es auch nicht, wenn im Einzelhandel oder in Getränkemärkten mehr Bier verkauft werde.

Mit dem fehlenden Umsatz in der Gastronomie sei der Hauptumsatz weggebrochen, bringt es Brauereibesitzer Werner Scharpf aus Heilgersdorf (Bayern) auf den Punkt. Scharpf macht 80 bis 90 Prozent Bier vom Fass. Thea Ungermann, Geschäftsführerin der Alt-Brauerei Schumacher in Düsseldorf: „Wir kämpfen jeden Tag aufs Neue, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin beschäftigen zu können.“ Um nicht ganz auf Einnahmen zu verzichten, bietet die Brauerei jeden Freitag ein „Drive-In“ an. Altbier-Fans können dann mit ihrem Auto ihr Wochenend-Bier mit Kartoffelsalat und Frikadellen abholen.