Der CDU-Abgeordnete Mark Hauptmann steht wegen Zahlungen aus Aserbaidschan am Pranger. Foto: Imago/Christian Spicker

Neben der Masken-Affäre verstrickt sich die Union auch immer tiefer in die dubiose „Baku-Connection“. Nach dem Lobby-Eklat um den CDU-Abgeordneten Axel Fischer steht nun auch sein Thüringer Parteikollege Mark Hauptmann (CDU) in der Kritik, von Verbindungen mit Aserbaidschan profitiert zu haben.

Einem Bericht von Spiegel Online zufolge schaltete Hauptmann im Südthüringen Kurier, dessen Herausgeber er ist, eine Werbeanzeige für eine Reise nach Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan. Aserbaidschanische Stellen sollen dafür 16.744 Euro bezahlt haben. Ob dieses Geld eine Anzeige in dem kleinen Lokalblatt wert ist, ist fraglich.

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Laut Spiegel gelte Hauptmann als Befürworter des Regimes und Staatschef Ilcham Alijew, jedoch bestreite er einen Zusammenhang zwischen dieser Haltung und der teuren Werbeanzeige. Am Donnerstag legte Hauptmann sein Mandat mit sofortiger Wirkung nieder. 

Weitere Abgeordnete im Strudel der „Baku-Connection“

Zuletzt hatte der Bundestag wegen dubioser Zahlungen aus Baku die Abgeordneten-Immunität von Axel Fischer aufgehoben. In der Affäre soll sich die Regierung Aserbaidschans von Fischer sowie weiteren europäischen Politikern positive Äußerungen und ein Abstimmungsverhalten zugunsten des Diktators Ilham Abijew erkauft haben.

Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit von Mandatsträgern. Der Karlsruher CDU-Politiker Fischer wies die Vorwürfe zurück.