Bahnfahrten im Fernverkehr werden teurer.
Bahnfahrten im Fernverkehr werden teurer. dpa/Sebastian Kahnert

Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember müssen Bahnkunden tiefer in die Tasche greifen: Zugreisen im Fernverkehr werden dann um durchschnittlich fast fünf Prozent teurer.

Betroffen sind auch die Preise für die Bahncards 25, 50 und 100, wie der Konzern mitteilte. Zuvor wurde der Aufsichtsrat über die Änderungen informiert.

Demnach hebt die Bahn die sogenannten Flexpreise ab dem 11. Dezember um durchschnittlich knapp sieben Prozent an. Die Preise für die drei Bahncard-Abos, mit denen Fahrgäste pro Fahrt 25, 50 oder 100 Prozent Rabatt bekommen, steigen demnach um 4,9 Prozent.

Spar- und Supersparpreise bleiben

Unverändert bleiben hingegen die Spar- und Supersparpreise mit ab 17,90 Euro und beim Sparpreis mit ab 21,90 Euro. Auch die Sitzplatzreservierung kostet weiterhin 4,50 Euro in der zweiten Klasse. „Wie viele andere Unternehmen ist auch die DB gezwungen, auf die massiven Teuerungen mit einer Anpassung der Preise zu reagieren“, hieß es. Die Preiserhöhung bleibe aber mit im Schnitt 4,9 Prozent „deutlich unter der aktuellen Inflationsrate“ von rund acht Prozent.

Im Regionalverkehr steigen die Preise um 4 Prozent

Für den Regionalverkehr hatte der Deutschlandtarifverbund bereits Anfang September eine Anpassung der Preise von durchschnittlich 4 Prozent angekündigt.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn befasste sich auf seiner Sitzung offenbar auch mit einem neuen Chefkontrolleur, der das Gremium künftig anführen soll. Zuletzt war in Medienberichten Staatssekretär Werner Gatzer aus dem Bundesfinanzministerium als wahrscheinlicher Kandidat gehandelt worden. Die Sitzung begann am Vormittag. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Michael Odenwald hatte auf dem vorigen Treffen des Kontrollgremiums im Juni überraschend seinen Rücktritt verkündet.