Heiko Maas (SPD): Auch ein Bundesminister verliert mal was, wenn er unterwegs ist. Foto: Imago Images/Thomas Koehler/photothek.net

Berlin - Nicht schlecht gestaunt haben dürfte ein Mitarbeiter in einem Supermarkt in Berlin-Zehlendorf, als er eine verlorene Kreditkarte fand. Sie gehörte keinem Geringeren als Außenminister Heiko Maas (SPD), wie ein Polizeisprecher am Dienstag bestätigte. 

Dass der 54-Jährige die Karte schon bald wieder in den Händen halten durfte, besorgten Beamte der Berliner Polizei. Das geht aus einem Schreiben des Außenministeriums an die Berliner Polizeipräsidentin hervor. In dem Brief, der auf Twitter kursierte, lobt die persönliche Mitarbeiterin des Ministers ausdrücklich die Arbeit der Polizisten.

Größerer Ärger erspart

„Die Zusammenarbeit war sehr angenehm, zuvorkommend und ergebnisorientiert, was dem Minister weiteren größeren Ärger erspart hat und wofür er sich bedankt“, schreibt die Mitarbeiterin des Auswärtigen Amts. Das Schreiben ist laut Ministerium echt.

Heiko Maas verlor seine Karte schon Ende Juli, er hat damit also nicht gegen seine Corona-Quarantäne verstoßen. Der SPD-Politiker hatte sich am vergangenen Mittwoch wegen der Infektion eines seiner Leibwächter zunächst in häusliche Isolation begeben. Am Montag war er jedoch zum zweiten Mal negativ auf das Virus getestet worden. Wann genau er die Isolation wieder verlässt, ist noch unklar.