Plastiktüten sollen künftig verboten sein.  Foto: Imago Images/BildFunkMV

Supermärkte dürfen ab dem Jahr 2022 keine Einkaufstüten aus Plastik mehr anbieten. Am Donnerstagabend hat der Bundestag ein entsprechendes Verbot von leichten Plastiktüten beschlossen.

Gelten soll das Verbot für Tüten mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern – das sind die Standard-Tüten, die man üblicherweise an der Ladenkasse bekommt. Ausgenommen vom Verbot sind besonders stabile Mehrweg-Tüten sowie die dünnen Plastikbeutel, die man etwa in der Obst- und Gemüseabteilung findet.

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Bereits am Mittwoch hatte der Umweltausschuss allerdings eine Verlängerung der Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2022 abgesegnet. Das soll dem Handel erleichtern, die vorhandenen Vorräte an Plastiktüten aufzubrauchen. Ursprünglich war nur eine Übergangsfrist von sechs Monaten vorgesehen gewesen.

Kritik an langer Übergangsfrist

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisierte, dies ziehe das Ende der Plastiktüte unnötig in die Länge. Damit fielen ein weiteres Jahr in jeder Minute 3700 Einweg-Plastiktüten als Abfall an, der häufig in der Umwelt lande.