In diesem Berliner Labor werden PCR-Ergebnisse ausgewertet. Imago Images

Nicht geimpft und im Herbst ins Restaurant, ins Kino oder ins Museum: Das wird schon bald immer schwieriger, denn immer mehr Bundesländer führen nun das sogenannte 2G-Optionsmodell ein. Demnach können private Anbieter entscheiden, Ungeimpfte komplett auszuschließen. Auch Berlin will die 2G-Regel nun einführen, allerdings im öffentlichen Bereich auch die 3G-Regel beibehalten. Ungeimpft sind bislang noch immerhin rund ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland!

Für Kinder ab zwölf Jahren gilt eine Übergangsfrist bis November

3G bedeutet: Mit einem Test können auch Ungeimpfte zukünftig ins Museum. Den gibt es bislang in vielen Testzentren gratis. Doch damit soll wohl ab dem 8. Oktober schon Schluss sein! Ein Papier des Gesundheitsministeriums, das gerade zirkuliert, schlüsselt auf, für welche Gruppen es Ausnahmen geben soll. Nur vier Gruppen würden davon profitieren. Menschen, die sich aus Überzeugung oder Trägheit gegen die Impfung entscheiden, gehören nicht dazu. Laut Business Insider soll es Gratis-Tests weiterhin geben für:

Gratis-Test nur für

  • Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können
  • Menschen, für die eine Impfung bislang noch nicht zugelassen ist, beispielsweise Kinder unter zwölf Jahren und Schwangere
  • Menschen, die möglicherweise akut an Corona erkrankt sind und Symptome zeigen
  • Menschen, die im engen Kontakt zu Risikopatienten stehen, beispielsweise Pflege- und Gesundheitskräfte

Kinder zwischen zwölf und 17 Jahren haben erst seit einigen Wochen die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Für sie gibt es eine Übergangsfrist bis Ende November. Ab dann sollen auch sie dem Entwurf aus dem Gesundheitsministerium nach für Tests zahlen.

Ende der Gratis-Bürgertests: Jetzt wird es richtig teuer

Und das kann zukünftig teuer werden. Denn was die Tests kosten, entscheidet demnächst der freie Markt. Viele Anbieter sind bereits vom Markt verschwunden, einige, nachdem in den Testzentren Regelverstöße festgestellt wurden, andere, weil sich die aus Steuergeldern bezahlten, aber kostengedeckelten Tests für die Betreiber nicht mehr rechneten.

Wer einen PCR-Test benötigt, etwa für eine Reise, erfährt bereits, wie sich die freie Preisfindung auswirkt. So werden für einen PCR-Abstrich am Münchner Flughafen bis zu 128 Euro verlangt. Einen PCR-Test für unter 50 Euro zu finden, ist auch bei einer längeren Wartezeit auf das Ergebnis in Berlin nicht einfach. Wie viel Schnelltests künftig kosten werden, ist unklar. Bevor die Gratis-Bürgertests starteten, waren Preise zwischen 20 und 50 Euro marktüblich.