Das frühere Erkundungsbergwerk Gorleben soll wieder mit Salz verfüllt werden.  imago/photothek

Nach jahrzehntelangen Konflikten wird das Kapitel Gorleben bald endgültig geschlossen sein. Die Bundesregierung beschloss nach eigenen Angaben vom Freitag, das frühere Erkundungsbergwerk für die Lagerung hochradioaktiven Atommülls dauerhaft zu schließen, nachdem der Standort bereits vor einem Jahr als Standort für ein Atomendlager ausgeschlossen wurde. Das Bergwerk soll wieder mit Salz gefüllt werden.

„Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen“, sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Gorleben. Niedersachsen Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte: „Ab heute gibt es keine Hintertür mehr.“ Das Thema Endlager Gorleben sei endgültig beendet.

Gorleben wurde Ende 2020 als Endlager ausgeschlossen

Das Bergwerk im niedersächsischen Wendland war trotz heftiger Proteste jahrzehntelang als mögliches künftiges Endlager für deutschen hochradioaktiven Atommüll betrachtet und entsprechend erforscht worden.

Im Zuge eines Neustarts der bundesdeutschen Endlagersuche wurde das Bergwerk im Herbst des vergangenen Jahres wegen nicht ausräumbarer Zweifel an der geologischen Eignung des Standorts aber endgültig von der Liste potenzieller Standorte genommen.

Bereits vor der Entscheidung befand sich das Bergwerk, in dem nie Atommüll lagerte, seit Jahren in einer Art Winterschlaf. Seit 2013 ruhen sämtliche Erkundungsarbeiten, die nicht mehr nötige Technik und Gebäude wurden schrittweise entfernt. Nur noch die zur Offenhaltung des früheren Bergwerks erforderlichen Anlagen sollten zunächst stehenbleiben, bis eine abschließende Entscheidung über die Zukunft des Standorts getroffen wurde. Diese fiel jetzt.